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2008-09-28, 10:00 Gottesdienst
Sonntag vor dem Michaelistag
Predigt Pfr. Jean-Marc Monhart

 

Liäbi Gmaind,

Engel sind hüt s Thema. Es git en versteckte Fiirtig, dr Michaelistag. Er isch am 29. September, also morn. Wil mir morn kain Gottesdienst hend, erfahred Si hüt öpis über das Thema. In dr Bible werded Engel hüfig erwähnt, allerdings meistens ohni, dass mer en Name vomene Engel erfahre würd. Hüfig isch d Redewendig "Der Herr der Heerscharen". Wiä diä Mitglieder vo de himmlische Heerschare ali heissed, interessiärt bi dr Bezeichnig "Der Herr Zebaot" nöd. Dr Herr isch wichtig, nöd di Zebaot, di himmlische Heerschare.

Im letzte Buäch vo dr Bible, dr Offebarig, wist en Engel speziell uf das hii. Wo en Gläubige vor ihm uf d Chnüü fallt, wehrt sich dr Engel und sait: Ich bin nöd Gott. Du söllsch nur Gott aa'bäte.

Dass es in dr Bible nur zwei namentlich erwähnti Engel git, dr Michael und dr Gabriel, hett dodrmit z tuä. Engel sind wichtig. Aber si sind Boten, Gesandte. Wichtig isch für üs dä, wo sini Boten usgsendet hett, und us'sendet, ois zur Hilf.

Ich wird ihne es paar Sache säge über diä beide Engel mit Näme im Spezielle, und über d Engel im Allgemeine. Derbi mus ich mich kurz fasse. Engel sind es unglaublich beliäbts Thema, und mer chan sehr vil über si läse.

Wer an Gott glaubt, und lang gnuäg läbt, bechummt im Rückblick möglicherwiis es Schaudere: so vil hätti chöne schiäf gah, so vil hätti chöne passiäre. Ich sälber erläb das im Moment, wo s mir langsam wider besser gaht, dass ich mich wundere. Eigentlich isch mir erst mit 46i öpis Bedrohlichs passiärt. Und sogar innerhalb vo däm han ich Bewahrig erfahre. Dr Gedanke, dass ich behuätet und beschützt worde bin, isch mir drum sehr nöch.

Im Psalm 34 heisst s, Vers 8: Der Bote des Herrn lagert sich um die, die ihn fürchten, und er rettet sie.

Das isch d Fassig vo dr Zürcher Bible. In dr Gute Nachricht für dich tönt s eso:  Alle, die dem Herrn gehorchen, umgibt sein Engel mit mächtigem Schutz und bringt sie in Sicherheit.

Das Psalmzitat isch useme Lied Davids, also hett scho vor mir öpert diä Erfahrig gmacht.

Und jetzt singed mir die erste viär Strophe vo däm Liäd, wo dä Gottesdiänst ii'rahmt, di erste viär Strophe vom Liäd 66. "Nun danktet Gott, erhebt und preiset". S Liäd 66 isch es Bewahrigs'liäd.

 

Predigttext

Hebräer in Zürich 1,7.13-14 in dr Neue Zürcher Bible:

Von den Engeln heisst es:

"Der seine Engel zu Winden macht

und seine Diener zu feuriger Flamme".

Zu welchem Engel hat er je gesagt:

"Setz dich zu meiner Rechten

bis ich hingelegt habe deine Feinde als Schemel für deine Füsse"?

Sind sie nicht alle dienende Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil erben werden?

Und so übersetzt d' "Gute Nachricht Bibel für dich":

Von den Engeln heisst es:

"Gott macht seine Engel zu Stürmen

und seine Diener zu flammendem Feuer."

Niemals hat Gott zu einem Engel gesagt:

"Setze dich an meine rechte Seite!

Ich will dir deine Feinde unterwerfen,

sie als Schemel unter deine Füsse legen."

Die Engel sind doch alle nur Geister, die Gott geschaffen hat zum Dienst an den Seinen. Er schickt sie denen zur Hilfe, die Anteil an der endgültigen Rettung haben sollen.

 

Predigteinstieg: Namen der Engel

 

Ich säg öpis über Engel mit Näme:

Je nachdem, weli Buächer mer zur Bible zellt, werded zwei oder drei Engel namentlich erwähnt. Dr dritti namentlich erwähnti Engel - dr Rafael - chumt im Buäch Tobit vor. Das isch e apokryphi Schrift, wo zwüschet em alte und em noiä Testament staht. Dr Rafael gseht us wiä nen Mensch, und er hilft em Tobias, e Frau z finde. Dr Tobias weiss nöd, dass dr Rafael en Engel isch. S Buäch Tobit hett vierzäh Kapitel, drum fass ich ganz churz zäme: dank himmlischer Hilf findet der Tobias di Richtig, d Sara - sini Frau für s Läbe. Erst bim Happy Ending git sich dr Raffael als Engel z erkenne und kehrt döthi zruck, wo n er her cho isch, nämlich in Himmel.

Wenn mer das betrachtet, wo als Bible im engere Sinn gilt, s alte und s noiä Testament, hend mer en bibelübergriifende Engel. Dr Michael chumt sowohl im noiä wiä im alte Testament vor.

Im Buäch Daniel vom alte Testament kämpft dr Engel Michael mit em Engelfürst vo Persien. Dr Michael haut en andere, namelose Engel frei, wo em Prophet Daniel e Botschaft bringe söll. Dr Michael isch also en Bodyguard, en himmlische Leibwächter.

Es paar Hundert Jahr später - mir sind jetzt bereits im noiä Testament - hett en Seher Visione. Dr Seher heisst Johannes, sini Visione sind im Buch der Offenbarung uuf'g'schribe, dr Apokalypse. Wider muäs dr Michael kämpfe: als Vorkämpfer vo de himmlische Heerschare besiegt er mit em Schwert en Drache, wo in Wirklichkeit dr Tüüfel isch, und ruährt ihn und d Tüüfels'kumpane us em Himmel. Jetzt weniger guät isch, wo dr besiegti Tüüfel mit sine böse Kollege landet: do, wo mir sind - uf dr Erde...

Z'letzt säg ich öpis über dr Engel Gabriel:

Er chumt sogar viärmal vor in dr Bible, je zweimal im alte und im noiä Testament. Im Buäch Daniel im alte Testament erklärt dr Gabriel em Prophet Daniel dr Sinn von ere Vision. Ohni Hilf vom Engel hätti dr Profet Daniel diä Vision nöd verstande. Es Kapitel später kündet dr Gabriel em Daniel aa, dass d Israelite us dr babylonische Gfange'schaft befreit werded. So git er em Daniel Hoffnig für d Zuäkunft.

Im noie Testament sait dr Gabriel dr Hanna, dass si es Chind über'chummt, nämlich dr Johannes dr Täufer. Und dr Maria sait dr Engel Gabriel, dass si es Chind über'chummt, wo si em dr Name "Jesus" - "Gott hilft" - gee söll.

Liäbi Gmaind, ich waiss nöd, wiä ihne das vor'chummt: en Engel, wo aim geduldig erklärt, wo mer bi öpis nöd druus chumt; en Engel, wo ain tröstet und aim Hoffnig für d Zuäkunft git; en Engel, wo Fraue aa'kündet, wenn si es Chind be'chömed - aigentlich sind Engel gschlechts'los, würd mer maine, aber in dr christlich-jüdische Tradition hett mer sich dr Gabriel immer als en Art Gabriela vor'g'stellt. Es wiiblichs Wese: e Nach'hilfe-Lehrerin, e Trösterin, aini, wo Schwangeri betreut.

Und uf dr andere Siite hett mer sich in dr Tradition dr Michael immer als en Art Maa vor'g'stellt: ain, wo mit em Schwert in d Schlacht ziäht. Er sait eigentlich nüt, er kämpft. Das muäs lange.

Reprise Monatslied RG 163,1-5 "Jesus, Herr und Haupt der Deinen"

 

Predigt

Liäbi Gmaind

über 250 Mal chömed in dr Bible Engel vor: ca 100 mal im alte, ca 150 mal im noiä Testament. Mängisch werded si in dr Mehrzahl erwähnt, als "himmlische Heerscharen". An andere Ort isch d Red vom "Engel des Herrn" - grad wiä wenn s nur aine gäbti. Egal, ob mer de Engel in Einzahl oder Mehrzahl begegnet: si verwiised immer uf dä, wo si uus'g'sendet hett: im ainte Fall umgänd si dr Gott Zebaoth, also dr Herr vo de Heer'schare. Im andere Fall sait's scho d Formuliärig: "der Engel des Herrn". Das tönt so wiä "der Abgeordnete des Parlaments", "der Hüter des Gesetzes" - s Wesentliche isch weder dr Abgeordneti noch dr Hüäter, s Wesentliche isch jewils das, won er vertritt: s Parlament, oder s Gsetz.

Vor dem Hinter'grund isch es e zweit'rangigi Frag, ob Engel es Eige'läbe füäred oder ob si bloss Erschiinigs'forme vo Gott sind. Wil, sofern mir mit ne z tuä bechömed, sind si sowieso Botschafter, oder Abgesandti vo Gott.

Wenn Gott sich wahlwiis als Engel z zeigt, zum Bispil, wenn dr Jakob mit em Engel vom Herr ringt, sait mer däm Theophanie. E -phanie isch en Erschinig vom theos, vo Gott. Im Engel bim Kampf am Jabbok-Fluss isch Gott für dr Jakob sichtbar worde uf en Art, wo dr Stammvater hett chöne wahr'neh.

Wenn mer de Engel, oder mängne Engel, es eiges Wese, es Eige'läbe zuä'gestaht, denn chan sich in d Bewunderig und in d Dankbarkeit no es Unbehage mische: so hend es paar vo de erste Christe befürchtet, dass Fraue ohni Chopf'bedeckig d Engel uf sexuelli Gedanke bringe chönted. Für wahrschiinlicher halte ich s, dass Fraue mit offe wallendem Haar bi einige menschliche männliche Gottesdiänst'bsuächer Früählings'gfühl uus'g'löst hend. Wo Fraue und Manne di gliiche Veranstaltige bsuäched, git s chemischi Reaktione. Das muäs mer nöd grad irgendwelche Engel in d Schuäh schiäbe. Aber das isch jetzt mini Privatmeinig. Ainigi vo de erste Christe hend in dem Fall in Versuächig gfüährti Engel vermuätet. Und da wäred d Engel denn autonomi Wese.

En wesentlich truurigere Hiiwiis uf d Eigeständigkeit vo de Engel isch dr Luzifer, der Engel des Lichts, wo traditionell mit em Böse verknüpft wird. Dr Engel Michael, won ich ihne vorher beschribe han, kämpft allerdings - genau gnoh - nöd gege dr Luzifer, sondern gege en Drache. Für dr Betrachter vo dr Vision, wo en Engel im Himmel gege en flügende Drache kämpft, isch klar: das bedütet dr sieg'rich Kampf vom Guäte geg s Böse.

Demgegenüber g'hört d Rede'wendig vom Luzifer an en andere Bedütigs'ort: Luzifer heisst "Licht-Träger". Liächt isch doch öpis Schöns. Das weiss dr Luzifer, drum tarnt er sich mit öpis Guätem, obwohl er in Wirklichkeit s Böse ver'körperet. Das isch Tüschig. Di Böse träged nöd immer es Schildli, wo "Bösewicht" druf staht.

Bi de verschidene Gschichte, wo en Engel oder wo mehreri Engel drin vor'chömed, gaht's um en Grenz'bereich. Es gaht um en Grenz'bereich zwüschet dem, wo mer eidütig beschribe chan, und däm, wo schwierig zum Verstah oder zum Begriife isch.

Ich gib Ihne es Bispil. In dr 2. Chronik Kapitel 32 wird erwähnt, wi dr assyrisch - dr irakisch - König Sanherib Jerusalem belageret. Er setzt derbi uf psychologischi Kriägs'füährig: Abgesandti vo de Iraker, wo hebräisch chönd, stelled sich vor dr Stadt'muur uuf und beschimpfed uf hebräisch, so dass es di belagerete Jerusalemer verstönd, Gott.

Dr König Hiskia und dr Prophet Jesaja nämed im Innere vo dr Stadt dr Kampf uuf: si bäted zu Gott - während diä vor dr Stadt'muur lästeret. Ihres Gebät wird erhört: "Da schickte der Herr einen Engel, der im Lager des Assyrerkönigs alle Kriegs'leute, Offiziere und Befehls'haber tötete, sodass der König mit Schimpf und Schande in sein Land zurück'kehren musste. Als er eines Tages in den Tempel seines Gottes ging, erschlugen ihn dort seine eigenen Söhne mit dem Schwert." 2. Chronik 32,21.

Was isch da passiärt? Dr zwaiti Tail isch aifacher. D Söhn hend nöd wele warte, bis ihre Vater, dr Looser vo Jerusalem, frei'willig zruck'tritt. Ain, wo dr Chriäg verlüürt, hett sis Gsicht und sini Ehr verlore. Wäg mit em - finded sini aigete Söhn. Aber das vorher; was isch bi de irakische Belagerer vo Jerusalem passiärt? Also ais staht emol fest: militärisch sind si nöd besiegt worde. Dr König Hiskia hett kain Uus'bruch g'wagt, er hett sich nöd mit Gebrüll uf di assyrische Belagerer gstürzt. Aber was isch denn passiärt? "Da schickte der Herr einen Engel... der alle Kriegs'leute, Offiziere und Befehls'haber tötete.“ Wiä hett er das g'macht? Mit ere Süche ufgrund vo miese hygienische Bedingige? Isch möglich, so Fäll sind bekannt. Oder isch es meh e Frag vo dr Psycho'hygiene gsi, dass sich d Belagerer gege'siitig in d Haar g'rate sind und sich abe'gmetzlet hend, frustriärt über di lang anhaltend Belagerig? Dass di aggressiv Stimmig immene Heer zu Kämpf unterenand füährt - so Fäll sind ebe'falls bekannt. Wiä isch es jetzt gsi? Mer weis es nöd.

Fest staht nur: dr König und dr Prophet hend usser Bäte nüt meh chöne mache. Also hend si bätet. Gott hett si erhört. Er hett sin Engel g'schickt.

S Resultat vo dem, wo sich ereignet hett, das hend d Israelite chöne beschribe. Aber begriife und verstah, was da vor'gange isch, das hend si nöd eso recht chöne. Isch aber letztlich es Luxus'problem: si hend in däm, was passiärt isch, e Gebets'erhörig gseh.

 

Liäbi Gmaind

wo di Bible vo Engel redet, spricht si in Bilder. E systematischi Kombination vo de verschidene Bilder hilft üs zwar, es System uuf'z'baue. Es isch aber nöd unbedingt im Sinn vo de einzelne Gschichte, wenn mer si zumene grosse Ganze zäme'mixt. Dass dr Satan en g'fallene Engel isch, stoht eso nöd in dr Bible, sondern isch en Mix vo verschidene Bibel'stelle. Wenn mer bildlichi Formuliärige kombiniärt, entstönd noii Bilder, wo vilicht nüme im Sinn vo dä ursprüngliche Verfasser sind.

An dr Wirklichkeit vom Böse änderet s sowieso nüt, ob s Böse en g'fallene Engel oder es Wese, wo verneint, oder di radikal Abwese'heit vom Guäte isch. Im Effekt isch s Böse immer gliich schlimm.

Aber vilicht sind mir bescheidener, wenn mir feststelled, dass mir jewils ain Blickwinkel erkenned und nöd s Ganze. Vilicht machts üs zruck'haltend, wenn mir dra dänked, dass mir öpis jewils us einere Perspektive gsehnd.

Was für en rote Fade chönted denn all diä Erwähnige vo Engel und Engel'g'schichte haa, wo im alte Testament und im noie - und derzwüsched - stönd?

Statt alles über ain Kamm z schäre, chan ich doch säge: Gott isch sehr abwechsligs'riich derbi, z helfe. Er tritt uf sehr verschideni Arte mit üs in Kontakt, eso dass di jewiligi Person sich aa'g'sproche fühlt und weiss, woher d Hilf chummt.

In etliche Gschichte wird aim erst im Nach'hinein bewusst, dass mer emene Engel begegnet isch. In däne Fäll schiined Engel sehr diskret z sii, dass si ihri Identität nöd zum Vornherein an di gross Glocke hängked.

Zum nomol d Gschicht vom Tobias uuf'g'riife: erst nach'dem dr Engel Gabriel dr Single Tobias erfolg'riich mit dr Sara ver'kupplet hett, git er sich - bevor er in Himmel zruck'kehrt -  als Engel z erkenne.

S Helfe isch soo vil wichtiger, als vo Aafang aa z säge: Ich bin en Engel, im Fall! Im Gege'tail: Dr Tobias wird im Glaube glah, dass Gott sich für sis Privatläbe nöd interessiärt, und er somit in Liäbes'frage kai himmlischi Hilf z erwarte hett. -

Zum Schluss möcht ich us eme ur'alte Gebet'buäch zitiäre, wo ich am letztjährige Bazar kauft han. Ich hans in dr Usgab vo 1888, es isch aber scho 1728 zum erste Mal druckt worde: "Johann Friedrich Starck's tägliches Hand=Buch in guten und bösen Tagen, enthaltend Aufmunterungen, Gebete und Gesänge".

Dr Starck schribt: "Es sind die heiligen Engel von Gott erschaffen worden zu seinem Dienst und Ehren, welche allezeit um seinen Thron stehen und seinen Befehl ausrichten. Daher (1) dankt ein glaubiger Christ für diese sonderliche Gnade, dass Gott den Menschen auch die heiligen Engel zu Wächtern geschenkt hat. (3) Er trachtet auf Erden den Engeln gleich zu werden, Gott täglich zu loben, zu preisen, zu danken, und den ihm gefälligen Dienst zu leisten. (4) Ein glaubiger Christ befleissiget demnach sich, Gottes willen zu thun auf Erden, wie es geschieht im Himmel, wo nicht mit gleicher Vollkommenheit, doch mit ganz gleicher Willigkeit und Aufrichtigkeit.

AMEN.

 

Vater im Himmel

Du behuätisch üs sogar, wenn mir s nöd wahr'nehmed. Dini Nöchi und din Schutz sind da, ohni dass es üs ständig bewusst wär.

Du häsch üs di sichtbare Teil vo dinere Schöpfig aavertraut. Mir dörfed profitiäre vo dr Sunne, vom Wind, vom Wasser und vo allne Arte vo Energiä. Zugliich hesch du üs unsichtbari Chreft bereit'g'stellt, wo üs diäned.

Vil Guäts, wo üs passiärt, isch üs nöd bewusst. Vo vil Schlechtem blibed mir verschont. Erst im Nach'hinein wird üs so mängi G'fahr bewusst, wo mir heil druus use'cho sind.

Ich danke dir für dini Fürsorg, wo du uf vilerlei Arte gestaltisch. Du begegnisch üs in Mensche. Du begegnisch üs in Iisicht und Erkenntnis. Zaig üs, wo mir sälber dini Gesandte sii dörfed. Mir wänd wiiter'gee, was mir Tag für Tag über'chömed.

Gib üs Bescheide'heit, dass mir nöd für alles en Erklärig oder en Uus'red bruched. Schenk üs d Chraft, au emol für e unerklärlichi Gnad dankbar z sii. Lass üs dich erkenne in dine viel'fältige und gross'zügige Gabe.

Gib üs Respekt und Gelasse'heit in Bezug uf dä grossi Teil vo dr Wirklichkeit, wo üs nöd zuä'gänglich isch.

Du hesch dich zu allne Ziite offe'bart uf Arte, wo für d Empfänger vo dr Offe'barig ver'ständlich gsi sind. Lass üs wahr'neh, wo du dich ois z erkenne gisch.

Mir danked dir, dass du ois ghörsch. Mir danked dir für s Evangelium vo dim Sohn, wo üs en Gott vo dr Liäbi verkündet. Was vo dir chumt, dörfed mir vor em Hinter'grund gseh, dass du ois gern hesch und dass du s guät mit üs meinsch.

Mir lobed und priised dich. AMEN.

 

    1Eingangsspiel

    2Gruss mit Psalm 34,8 "Der Engel des Herrn lagert sich um die her, die ihn fürchten." Einführung ins Thema

    3Rahmenlied RG 66,1-4 "Nun danket Gott, erhebt und preiset" (Bewahrungslied, Teil 1)

    4(stehend / im Wechsel) Psalm 34 als Gebet RG 117

    5Verse aus dem Hebräerbrief über Jesus und Engel, in  zwei Uebersetzungen.

    6Lied "Nehmt einander an" (Blatt)

    7Predigteinstieg: Namen der Engel

    8Reprise Monatslied RG 163,1-5 "Jesus, Herr und Haupt der Deinen"

    9Predigt

    10Zwischenspiel

    11(stehend) Fürbitte

    12Monatslied RG 638,1-3 "Herr, gib uns unser täglich Brot"

    13Kollekte:

"Kommission für die Schweizer Kirchen im Ausland" des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes

Mit dieser Kollekte soll ein Beitrag an die Betreuung von Auslandschweizern und -schweizerinnen geleistet werden.
Der Kirchenbund unterstützt die ihm angeschlossenen Auslandsgemeinden durch die Entsendung von Pfarrern nach London, Misiones, Sao Paulo und Mailand sowie durch Anstellung von Jugendleiterinnen in London und Paris.
Ausserdem unterstützt der Kirchenbund einzelne deutsch- und französischsprachige Auslandsgemeinden mit jährlichen Subventionen.
Schliesslich betreut der Kirchenbund auch Schweizer Seeleute, wenn Schiffe von Schweizer Reedereien Häfen im Mittelmeerraum oder der Nordsee anlaufen.

Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund (
SEK);
Sulgenauweg 26; 3000 Bern 23; Tel. 031 370 25 25

PC 80-2020-8; Kirchenrat/Sekretariat Evang.-ref. Landeskirche des Kantons Zürich; 8001 Zürich; Zahlungszweck: 'Schweiz. Kirchen im Ausland'

    14Lied "Vergiss nicht, zu danken dem ewigen Herrn" (Blatt)

    15Mitteilungen: Chilekafi. ...

    16Rahmenlied RG 66,5-7 "Gott zog des Tages..." (Bewahrungslied, Teil 2)

    17(stehend / gemeinsam) Unser Vater

    18(stehend) Segen

    19(sitzend) Ausgangsspiel