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2010 - Das Jahr des Wassers ?

Wasser wird immer wertvoller - denn es gibt immer weniger sauberes Wasser. Ob ethisch vertretbar oder nicht - man kann sein Geld in Wasser-Fonds investieren - und wird damit längerfristig wohl nicht schlecht fahren.

Doch eigentlich beschäftigt mich das Thema Wasser aus einem anderen Grund. In der biblischen Offenbarung werden neuzeitliche Plagen erwähnt, unter welchen die Menschen einmal zu leiden haben werden. So steht im achten Kapitel, dass aufgrund von - für den Autoren Johannes zur damaligen Zeit eigentlich unbeschreiblichen Ereignissen - “ein Drittel der Geschöpfe die im Meer lebten starb” und noch viel mehr Ungeheuerliches geschehen würde; etwa dass “der dritte Teil des Wassers zu Wermut wurde” und “viele Menschen starben, weil das Wasser bitter geworden war.”

Darüber zu spekulieren, ob wir nun in der Endzeit sind oder nicht, überlasse ich anderen. Denn in der Bibel steht auch, dass niemand weiss, wann es soweit sein wird. Allerdings kann es zum Nachdenken führen, wenn man liest, dass das auslaufende Öl im Golf von Mexiko bereits jetzt die bisher grösste Naturkatastrophe in der Geschichte der Vereinigten Staaten darstellt. Und das Öl sprudelt nach einigen erfolglosen Versuchen der Eindämmung munter weiter. Es wird darüber spekuliert, ob wir dadurch auch im Mittelmeerraum mit verschmutztem Wasser rechnen werden müssen. Da ist der Gedanke an einen Drittel verschmutztes Wasser plötzlich nicht mehr so fern - schliesslich gibt es ja auch noch all die Kunststoff-Abfälle und “lokalen” Umweltsünden in den Weltmeeren.

Berücksichtigt man nun, dass diese Situation nicht durch einen terroristischen Akt sondern “lediglich” durch Geldgier entstanden ist, so möchte man sich nicht ausmalen, was sonst noch denkbar wäre.

Doch wie hat schon Goethe gesagt? “Wenn die Welt nicht ganz verschwinden soll, so muss man sich zu denen halten, welche sie aufzubauen im Stande sind.”

In diesem Sinne wünsche ich uns allen noch viele Jahre des Aufbaus.

Matthias Monhart